Lehrlinge verdienen nicht viel, Studenten ohne Nebenjob gar nichts. Im Gegenzug wird die Benutzung des öffentlichen Verkehrs nicht billiger, im Gegenteil.
Da sich die Jungen kaum ein eigenes Generalabonnement (GA) leisten können, bleiben die hohen Transportkosten meist bei den Eltern hängen.
Der Neuenburger SP-Nationalrat Jacques-André Maire will dies ändern: Für 200 Franken im Jahr sollen Studenten und Lehrlinge künftig von ihrem Wohn- an den Arbeits- oder Studienort pendeln können. Inbegriffen wäre nach Maire auch die Benutzung des städtischen ÖV.
Finanzielle Entlastung für die Eltern
Mit dem «Studenten-GA» sollen Studenten und Lehrlinge, beziehungsweise deren Eltern, finanziell entlastet werden. Wären die Transportkosten tiefer, würden Auszubildende vielleicht auch eher pendeln. Zumal sie in Städten nur schwer bezahlbaren Wohnraum finden können. Und nicht zuletzt sollen tiefe Mobilitätskosten für Junge den Fachkräftemangel bekämpfen.
Maires Vorschlag ist weitreichend, wie ein Beispiel zeigt: Unter 25-jährige Berner, welche täglich nach Zürich pendeln, zahlen für ein Streckenabo 2. Klasse 2998 Franken.
Das ist sogar teurer als ein GA Junior, das für unter 25-jährige 2400 Franken kostet. Im genannten Beispiel würde eine Studentin für die Anreise also über zehn Mal weniger bezahlen.
Studenten-Legi als Zugticket
Wie soll Maires Vorschlag konkret umgesetzt werden? Ihm schwebt vor, eine Ergänzung auf die Studenten-Legi zu kleben, auf der Wohn- und Studienort vermerkt sind. Der Ausweis wäre dann gleichzeitig das Zugticket, nur gültig für den Arbeitsweg, also nicht auch in der Freizeit.
Die Idee basiert auf dem System Deutschlands, das heute ähnlich ausgestaltet ist, und demjenigen der Schweizer Armee: Soldaten in Uniform und mit Marschbefehl fahren heute gratis in die Kaserne.
Der Bund subventioniert die Freifahrten der Armeeangehörigen mit über 40 Millionen Franken pro Jahr. Mindestens so viel soll er nun für Lernende ebenfalls aufwenden, findet Initiant Maire.
Gewerbeverband «begrüsst den Vorstoss»
Unterstützung erhält der Neuenburger von unerwarteter Seite: Der Schweizerische Gewerbeverband (sgv) «begrüsst diesen Vorstoss», wie er in einem Brief an die Kommissionsmitglieder, der Blick.ch vorliegt, schreibt. Unterzeichnet ist von von sgv-Direktor Hans-Ulrich Bigler und seiner Vize Christine Davatz.
Lernende sollen «wenn immer möglich öffentliche Verkehrsmittel benutzen», findet der Gewerbeverband und erachtet es deshalb als prüfenswert, die Kostenfrage «analog den Transportkosten für Militärdienstpflichtige zu lösen.»
Den Brief erhielten die Mitglieder der nationalrätlichen Wissenschafts- und Bildungskommission bereits im Mai. Und er wirkte: Deutlich, mit 16 zu 6 Stimmen, unterstützte die Kommission Maires Begehren.
Scheiterts am Ständerat?
Anders sah es in der Kommission des Ständerats aus: Diese sagte kurz später mit 7 zu 5 Stimmen Nein zur Initiative. Jacques-André Maire hofft, dass sich die Kleine Kammer noch umstimmen lässt. Er ist auch zu Konzessionen bereit: Er sei durchaus auch offen, einen höheren Betrag als 200 Franken von den Jungen zu verlangen.
FDP-Nationalrat Christian Wasserfallen, Präsident der nationalrätlichen Kommission sagt, dass das Anliegen «grundsätzlich auf ein positives Echo» gestossen sei. «Der Teufel liegt halt wie so oft im Detail.»
Es handle sich nicht um eine klassische links-rechts-Frage, auch er unterstützte Maires Initaitve in der ersten Phase – das taten offenbar sogar SVP-Nationalräte. Im Endeffekt gehe es um die Finanzierung, denn «irgendjemand muss das bezahlen».
Möglich ist für Wasserfallen auch die Umwandlung der Initiative in eine Motion. Dann würde der Weg über den Bundesrat führen.
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Freie Fahrt für 200 Stutz: Politiker fordert Studenten-GA zum Schleuderpreis
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