Wer sein Leben von Status abhängig macht, muss noch härter kämpfen, um ganz nach oben zu kommen.
In den letzten 20 Jahren hat der Schweizer Mittelstand im Verhältnis zur Ober- und Unterschicht an Boden verloren.
Lohnerhöhungen brachten nichts
Die neuste Studie des Think tanks Avenir Suisse zeigt, dass die mittleren Löhne zwar real gestiegen sind, aber weniger stark als hohe und tiefe Gehälter.
Dem Mittelstand fällt es zunehmend schwer, sich nach unten abzugrenzen sowie aufzusteigen. Dieser Positionsverlust ist eine zentrale Ursache für die Unzufriedenheit im Mittelstand.
Ein Trend der letzten 20-30 Jahre war der starke Anstieg der Spit- zeneinkommen durch «The winner takes it all»-Dynamiken, deren Bedeu- tung auch durch die starke Expansion der Finanzmärkte zunahm. Die Diskrepanz zwischen langsam steigendem Median und stark steigenden Spitzenlöhnen frustriert viele Vertreter der Mittelschicht und gibt ihnen das Gefühl, zurückzufallen.
Fragwürdige Einkommensberechnungen
Die Definition von Mittelstand tönt eher abenteuerlich. Avenir Suisse zählt einen 2-Personen-Haushalt mit einem Bruttoeinkommen zwischen 67'000 und 150'000 Franken zum Mittelstand.
Ein 4-Personen-Haushalt im Mittelstand verdient laut den Prognostikern zwischen 94'000 und 210'000 Franken jährlich. Die Spannbreite bewegt sich also zwischen 7000 und 16'000 Franken pro Monat für ein Paar mit zwei Kindern.
Ein Grund für die Schwächung des Mittelstands ist, dass auf dem Arbeitsmarkt weniger mittlere, dafür aber mehr höhere und niedrige Qualifikationen nachgefragt werden.
Wer nur Berufslehre hat, verliert
Ein Lehrabschluss sichert die Position in der Mitte der Gesellschaft nicht mehr automatisch. Entsprechend hat sich das Lohngefüge in den letzten 20 Jahren verschoben.
Daniel Müller-Jentsch von Avenir Suisse rät: «Bildung und berufliche Qualifikationen sind der Schlüssel zum sozialen Aufstieg. Auch der Vermögensaufbau durch Sparen stärkt die wirtschaftliche Basis des Mittelstands.»
Der Mittelstand kann sich nur noch schwer nach unten abgrenzen, gleichzeitig wird ihm der Weg nach oben erschwert: Einkommensabhängige Tarife (externe Kinderbetreuung und Verbilligung der Krankenkassenprämien) führen bei Familien, in denen beide Elternteile arbeiten, zu impliziten Grenzsteuersätzen von bis zu 90 Prozent des Zweitverdienstes
Ein flexibler Arbeitsmarkt muss her
Welche Tipps gibt Avenir Suisse Wirtschaftsführern, um das Problem zu beheben? Projektleiter Daniel Müller-Jentsch: «Die beste Mittelstandspolitik sind ein flexibler Arbeitsmarkt, ein nach oben durchlässiges Bildungssystem und eine hohe Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz.»
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