Die Grossbank UBS zahlt in Zusammenhang mit der unrechtmässigen Beeinflussung des Libor-Zinssatzes total rund 1,4 Mrd. Franken an die US-amerikanischen, die britischen und die schweizerischen Behörden.
Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht Finma, zuständig für die konsolidierte Aufsicht über die UBS-Gruppe, stellt in ihrem Verfahren laut Mitteilung fest, dass die UBS «in schwerer Weise gegen schweizerische Finanzmarktgesetze verstossen hat».
Die UBS erklärt, sie habe die Zahlung einer entsprechenden Geldbusse und Gewinnherausgabe akzeptiert, womit alle Libor- bezogenen Untersuchungen gegen die Bank eingestellt würden.
HSBC musste 1,9 Mrd. zahlen
Es ist die bisher höchste Busse für die Grossbank und die zweithöchste, die bisher ein Finanzinstitut bezahlen musste. Der britischen Bank HSBC wurde wegen Geldwäscherei vor zwei Wochen eine Strafe in der Höhe von 1,9 Mrd. Dollar auferlegt.
Die Strafzahlung führt dazu, dass die UBS im vierten Quartal einen Reinverlust von 2,0 bis 2,5 Mrd. Fr. schreiben wird.
In den Jahren 2006 bis 2010 haben UBS-Händler die Mitarbeitenden der Bank, die für die Eingabe der Zinssätze verantwortlich waren, in zahlreichen Fällen um die Eingabe höherer oder tieferer Werte ersucht.
Dabei haben die Händler nicht nur die UBS-Eigenhandelspositionen begünstigen wollen, sondern auch beträchtliche Eigeninteressen verfolgt, schreibt die Finma.
Zahlreiche Mitarbeiter involviert
Ein Grossteil dieser Anfragen geht auf einen einzelnen Händler zurück, der von 2006 bis 2009 in Tokio tätig war. Derselbe Händler fragte laut Finma auch Mitarbeitende von Drittbanken und unabhängige Makler an, um damit die Libor-Eingaben von Drittbanken zu beeinflussen.
In den Jahren 2007 und 2008 haben Kadermitarbeitende der UBS bankintern den für die Eingabe von Zinssätzen verantwortlichen Mitarbeitenden unangemessene Richtungsvorgaben gemacht. «Damit wurde bezweckt, die Wahrnehmung der Kreditwürdigkeit der UBS positiv zu beeinflussen», heisst es.
Zahlreiche Mitarbeitende und eine begrenzte Anzahl von Führungskräften seien involviert gewesen. Die Finma fand aber «keine Hinweise, dass das damalige Topmanagement der UBS vom Fehlverhalten bei Händleranfragen oder von der Einflussnahme aus Reputationsgründen Kenntnis hatte».
UBS-Chef Sergio Ermotti zeigt sich über den Libor-Skandal enttäuscht. Einige Angestellte der Bank hätten sich inakzeptabel verhalten, sagte er in einer Telefonkonferenz.
40 Banker müssen gehen
Die UBS habe disziplinarische Massnahmen ergriffen: Zwischen 30 und 40 Mitarbeitende haben oder sollen die Bank verlassen.
Er wolle darauf hinwirken, dass sich solche Fälle nicht mehr ereignen, sagte Ermotti weiter. Das festgestellte Verhalten der Mitarbeiter entspreche nicht den Werten und ethischen Grundsätzen der UBS.
«Dies zeigt unsere Entschlossenheit, die Bank zum Guten zu verändern», beteuerte Ermotti. Die UBS wolle Fehlverhalten möglichst verhindern. (SDA/alp)
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