New York – Eineinhalb Wochen vor Weihnachten stehen die USA nach einem Amoklauf an einer Grundschule im US-Staat Connecticut unter Schock: Ein 20-jähriger junger Mann hat dort am Freitag 20 Kinder und sechs Erwachsene erschossen und sich danach anscheinend das Leben genommen.
Der Amoklauf an der Sandy-Hook-Grundschule in Newtown ist damit einer der blutigsten in der Geschichte der USA. Die Tat weckte Erinnerungen an das Massaker an der Columbine Highschool in Colorado 1999, bei dem 15 Menschen getötet wurden. Schlimmer als der jetzige Amoklauf war in den USA nur das Massaker 2007 an der Universität Virginia Tech, bei dem es 32 Tote gab.
Politiker in den USA versuchten verzweifelt, das Geschehene in Worte zu fassen. US-Präsident Barack Obama zeigte sich tief erschüttert und erklärte: «Unsere Herzen sind heute gebrochen.» Er ordnete an, die Flaggen auf Halbmast zu setzen.
«Das Böse hat unsere Gemeinde besucht. Es ist eine schreckliche Zeit», sagte der Gouverneur des betroffenen Bundesstaates Connecticut, Dan Malloy. «Wir werden damit fertig werden», fügte er tröstend hinzu.
In einem Schreiben an Malloy äusserte UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon «tiefes Beileid angesichts der skandalösen Morde». «Kinder als Ziel auszuwählen, ist eine hasserfüllte und unfassbare» Tat, schrieb Ban.
Auch EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso äusserte sich tief erschüttert. «Junge Leben voller Hoffnung wurden zerstört», erklärte Barroso. Auch die EU-Aussenbeauftragte Catherine Ashton gab ihrer «Erschütterung» Ausdruck. Frankreichs Staatspräsident François Hollande erklärte seine «tiefe Erschütterungen und Bestürzung».
Die britische Königin zeigte sich in einem Schreiben an Obama «tief schockiert und betrübt» über die Tragödie. «Insbesondere die Nachricht, dass so viele der Toten Kinder sind», habe sie sehr bestürzt. Grossbritannien sei in «Gedanken und Gebeten» bei den Opfern der Tragödie.
Nach Polizeiangaben erschoss der Täter zuerst seine Mutter, die Lehrerin an der Grundschule gewesen sein soll und fuhr dann mit ihrem Auto zur Schule, wo er 20 Kinder zwischen fünf und zehn Jahren sowie sechs Erwachsene erschoss. Ob sich der Täter selbst umbrachte oder von der Polizei erschossen wurde, war unklar.
In der Schule herrschte während der Schiesserei Panik und Entsetzen, Lehrer versuchten, ihre Schüler in Sicherheit zu bringen, Kinder versteckten sich in Schränken. Augenzeugen sprachen gegenüber US-Medien von einer langen Schiesserei mit rund 100 Schüssen.
Der Täter hatte anscheinend mindestens zwei Pistolen bei sich, eine automatische Waffe wurde zudem im Auto gefunden. Bei den Ermittlungen fand die Polizei noch weitere Waffen in der Schule, nähere Angaben lagen dazu nicht vor.
Die Waffen würden von der Staats- und der Bundespolizei untersucht. Einige der Tatwaffen könnten der Mutter des Täters gehört haben, hiess es weiter. Sie hatte fünf Waffen rechtmässig erworben.
Die Polizei vernahm auch den älteren Bruder des Amokläufers. Der 24-Jährige sei sehr kooperativ gewesen und habe wahrscheinlich nichts mit der Tat seines Bruders zu tun, hiess es.
Er glaube, dass sein Bruder eine gestörte Persönlichkeit gehabt habe und «etwas autistisch» gewesen sei, sagte der 24-Jährige. Der Täter habe bei seiner Mutter gelebt. Er habe seit zwei Jahren keinen Kontakt mehr zu seinem Bruder gehabt. (SDA)
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