Nimmt am 3. März die Schweizer Kandidatur für die Olympischen Winterspiele 2022 die erste Hürde? Oder versetzen ihr die Bündner mit einem Nein an der Urne den Todesstoss?
Der grosse Kampf um die «weissen Spiele» ist in Graubünden voll entbrannt. Befürworter wie Gegner schenken sich nichts! Das zeigte sich auch gestern bei «BLICK on tour» in Chur: Rund 400 Leute verfolgten in der Stadthalle die von Ringier-Publizist Hannes Britschgi geleitete Podiumsdiskussion – und viele mischten sich aktiv in die Debatte ein.
Streitpunkt 1 – der Ort! «Wir wollen die Spiele zurück in die Berge bringen, dorthin, wo sie entstanden sind», sagte BDP-Regierungsrat Hansjörg Trachsel. Man setze auf bescheidene Spiele, so CVP-Ständerat Stefan Engler. «In der Selbstbeschränkung liegt die Stärke des Konzepts.»
Das Konzept sei schlicht falsch, hielt SP-Nationalrätin Silva Semadeni dagegen. «Es kommen Massen hierher. Wir haben nicht genügend Platz.» Wenn schon, dann müssten die Spiele besser verteilt werden. «Dorthin, wo es die Infrastrukturen schon gibt. Infrastrukturen aufbauen und wieder abreissen, das ist ein Irrsinn!»
«Ich habe zuerst die Nase gerümpft», sagte Bruno Kernen, der 2006 Abfahrts-Olympia-Bronze gewann. Doch dann sei er zum Schluss gekommen: «Wir machen die besten Uhren der Welt, dann können wir auch einen solchen Grossanlass stemmen.»
Streitpunkt 2 – die Finanzen! 300 Millionen Franken will der Kanton Graubünden für die Spiele beiseitelegen. Für eine Milliarde Franken soll der Bund geradestehen.
«Die Spiele sind ein Mega-Super-Event, der viel zu teuer ist», warnte der Bündner SP-Präsident Jon Pult. «Der Steuerzahler trägt das Risiko, also Hände weg!»
Trachsel hingegen betonte: «Wir haben die Kosten sauber und vorsichtig gerechnet.» Eine allfällige Defizitgarantie sei Sache des Bundes.
Streitpunkt 3 – die Nachhaltigkeit! Was bleibt nach den Spielen? «Heute spüre ich einen gewissen Fatalismus. Leute ziehen weg, Arbeitsplätze gehen verloren», so Engler. Mit Olympia lasse sich die Abwärtsspirale durchbrechen. «Ich verspreche mir davon, dass in verschiedenen Bereichen ein Motor ins Laufen kommt.» So könne etwa die Verkehrsinfrastruktur viel rascher ausgebaut werden.
Pult befand, die Bündner müssten unabhängig von Olympia Entwicklungsstrategien entwerfen. «Die Spiele sind keine Schicksalsfrage. Graubünden hat auch ohne sie eine Zukunft.»
In der engagierten Publikumsdebatte hatten die Befürworter die Nase vorn. Ob sie den Vorsprung auch am 3. März halten können?
Der Berner Bruno Kernen legte den Bündnern jedenfalls ein Ja ans Herz: «Manchmal muss man etwas wagen und sich aus dem Starthüsli katapultieren, um etwas zu erreichen. Packen Sie die Chance und stimmen Sie Ja!»
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