Seoul/Paju – Nordkorea hat allen in Südkorea lebenden Ausländern nahegelegt, das Land zu verlassen. Die Ausländer sollten sich über Schutzräume informieren und ihre Abreise planen, hiess es in einer Erklärung des nordkoreanischen Asien-Pazifik-Komitees.
«Im Falle eines Krieges wollen wir nicht, dass in Südkorea lebende Ausländer verletzt werden», erklärte das nordkoreanische Asiatisch-Pazifische Friedenskomitee am Dienstag laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA.
Die koreanische Halbinsel steuere auf einen «thermo-nuklearen Krieg» zu, hiess es in der Erklärung. Sämtliche ausländischen Organisationen, Firmen und Touristen sollten daher «Evakuierungsmassnahmen ausarbeiten».
Die Ankündigung kam wenige Tage nach der Empfehlung Nordkoreas an ausländische Botschaften in Pjöngjang, ihre Botschaftsgebäude zu räumen. Nordkorea hatte zuletzt im Konflikt um seine Raketen- und Atomprogramme immer neue Kriegsdrohungen gegen Südkorea und die USA ausgestossen.
Erst am vergangenen Donnerstag erklärte die nordkoreanische Armee, ein Atomangriff auf die USA sei ab sofort genehmigt. Zudem verlegte Nordkorea zwei Mittelstrecken-Raketen an seine Ostküste und installierte sie auf mobilen Abschussrampen. Experten rechnen mit einem Raketentest noch in dieser Woche.
Auch weitere Verbindungsglieder zu Südkorea wurden gekappt. Die nordkoreanischen Arbeiter erschienen am Dienstag nicht in den Fabriken der mit Südkorea betriebenen Sonderwirtschaftszone Kaesong. «Bis jetzt hat sich kein einziger nordkoreanischer Arbeiter zur Arbeit gemeldet», sagte eine Sprecherin des südkoreanischen Vereinigungsministeriums.
Der Industriekomplex liegt in Nordkorea, zehn Kilometer von der Grenze zum Süden entfernt. Am Montag hatte die kommunistische Führung in Pjöngjang erklärt, dass sie ihre rund 53'000 Arbeiter aus Kaesong abzieht und den Komplex vorübergehend schliesst.
Im Zuge der aktuell angespannten Lage auf der koreanischen Halbinsel hatte Nordkorea bereits in der vergangenen Woche südkoreanischen Arbeitern die Einreise in die gemeinsam von beiden Staaten betriebene Sonderwirtschaftszone untersagt. Die Ausreise hingegen blieb erlaubt.
Nach Angaben des Vereinigungsministeriums in Seoul verliessen bis Montagabend gut 300 Südkoreaner den Komplex. 475 blieben vorerst vor Ort, um die Produktion am Laufen zu halten.
Der 2004 eröffnete Industriepark, in dem 123 südkoreanische Unternehmen produzieren, ist das letzte grosse Gemeinschaftsprojekt der beiden Länder. Er ist eine wichtige Quelle für ausländische Devisen für Pjöngjang. Experten bezweifeln deshalb, dass Nordkorea den Komplex dauerhaft schliessen will. (SDA)
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