Dass die Krankenkassen ab sofort Rauchern den Entzug bezahlen, hat eine heftige Debatte ausgelöst. Politisch ist der Entscheid umstritten (BLICK berichtete).
Doch den Kosten von 340 Franken pro Behandlung mit dem Präparat von Pfizer steht offenbar ein ansehnlicher Nutzen gegenüber. Gemäss heutigem Stand der Wissenschaft hat das Pfizer-Produkt Champix zusammen mit professioneller Beratung von allen Raucherentwöhnungsmethoden den grössten Erfolg. «Jedem Dritten gelingt es auf diese Weise, mit dem Rauchen zumindest für ein Jahr aufzuhören», sagt die Lungenärztin Claudia Steurer-Stey. Das sei deutlich mehr als bei allen anderen bekannten Methoden, so die Bereichsleiterin am Institut für Hausarztmedizin der Universität Zürich.
Ohne Hilfe schaffen nur drei Prozent den Rauchstopp
Wenn Raucher ohne Unterstützung versuchen, vom Laster wegzukommen, schaffen dies nur gerade ein bis drei Prozent. Medizinische Beratung habe ebenfalls eine geringere Erfolgschance, erklärt Steurer-Stey, wenn Raucher dazu keine Medikamente einnehmen oder eine Nikotinersatztherapie machen.
Mit jedem Nichtraucher spart der Staat Geld. Allein die Kosten für die medizinischen Behandlungen für Folgeschäden des Rauchens belaufen sich auf rund 1,5 Milliarden Franken pro Jahr. Dazu können Unternehmen nicht produzieren, wenn Mitarbeiter ausfallen, weil sie krank sind, invalid werden oder sterben. Das kostet die Schweiz jährlich vier Milliarden Franken. Für die Rauchentwöhnung mit den Pfizer-Pillen rechnet das Bundesamt für Gesundheit hingegen mit Zusatzkosten in der Höhe eines einstelligen Millionenbetrages.
Für Lungenärztin Steurer-Stey ist klar: «Nach allem, was wir wissen, ist Rauchstopp kosteneffizient. Und eine medizinische Beratung zusammen mit Champix erhöht die Chancen, mit dem Rauchen aufhören zu können signifikant.»
Dem pflichtet die Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention bei: «Mit wenig Geld kann man die hohen Kosten der Folgekrankheiten sparen», sagt Verena El Fehri. Sie wittert die Chance und fordert, dass auch Kaugummis, Pflaster und Lutschtabletten mit Nikotin in Zukunft von der Grundversicherung bezahlt werden. «Diese Produkte haben ihre Wirksamkeit und Effizienz längst bewiesen», so El Fehri. «Es gibt Medikamente, die weniger wirken und kassenpflichtig sind.»
Kompromiss zu Prämien
Bern – Im Streit der Kantone um zu hohe Krankenkassenprämien zeichnet sich eine definitive Lösung ab. Die ständerätliche Gesundheitskommission hat auf der Basis eines Kompromisses von 20 kantonalen Gesundheitsdirektoren einen Gesetzesentwurf ausgearbeitet, wie Kommissionspräsidentin Christine Egerszegi (FDP/AG) sagte. Die 800 Millionen Franken, die für einen Ausgleich für die letzten zwölf Jahre zur Verfügung stehen, sollen zu je einem Drittel durch den Bund, die Versicherten und die Krankenkassen getragen werden. In den letzten Monaten waren mehrere Vorschläge gescheitert, wie die seit 1996 zu hohen oder zu niedrigen Prämien kompensiert werden könnten.
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