Für 3,126 Milliarden will VBS-Chef Ueli Maurer 22 schwedische Gripen-Kampfjets kaufen. «Etwas anderes als den Gripen können wir uns gar nicht leisten», begründete Maurer. Nur: Es gibt immer mehr Zweifel, ob der Gripen der günstigste Jet ist. Vielleicht ist das Gegenteil wahr.
Einerseits: Die Konkurrenz überbietet sich mit Dumping-Angeboten. Soeben hat Frankreich der Sicherheitskommission (SIK) in Bern ein neues Tiefpreis-Angebot für den Kauf von Rafale-Jets vorgelegt (BLICK berichtete). Ab 2,2 Milliarden ist die Schweiz dabei. Die Deutschen boten im April an, gebrauchte Eurofighter konkurrenzlos günstig zu liefern.
Eine mindestens so wichtige Frage ist: Was kosten die Jets im Betrieb über die Jahre hinweg? Bisher hiess es, der Gripen sei konkurrenzlos günstig. Zahlen des österreichischen Rechnungshofs zeigen nun aber: Die Eurofighter der österreichischen Luftwaffe brauchen nicht mehr Treibstoff als der Gripen. Obwohl der Eurofighter (wie die Rafale) zwei Triebwerke hat, der Gripen nur eines.
In der Gripen-Botschaft rechnet das VBS mit Treibstoffkosten von 5303 Franken pro Stunde. Die Österreicher geben für 2007 bis 2011 durchschnittliche Kosten von umgerechnet rund 5000 Franken pro Stunde für den Eurofighter an.
Wie kann das sein? Der Gripen muss, weil er nur einen Motor hat, bei Starts und während des Flugs oft den Nachbrenner einsetzen und mit Hochleistung fliegen, was viel Sprit braucht.
Auch bei den Betriebskosten insgesamt: Ein Motor ist nicht unbedingt günstiger als zwei. Er verursacht etwa höhere Wartungskosten, weil Triebwerk und Struktur stärker beansprucht werden. Weil aus Sicherheitsgründen (ein Ausfall des einzigen Triebwerks wäre fatal) öfter gewartet werden muss.
Eurofighter gibt die Betriebskosten pro Flugstunde (Sprit, Instandhaltung) mit unter 16 000 Franken pro Stunde an. Rafale mit gut 17 000 Franken. Für den Gripen budgetiert das VBS diese Kosten auf gut 18 000 Franken.
Auch in einem anderen Punkt könnte die VBS-Rechnung nicht aufgehen. Hersteller Saab soll die ersten Gripen E laut Abmachung 2018 liefern. Falls es den dann gibt: Denn noch im letzten Oktober sagte ein schwedischer Luftwaffengeneral, der neue Gripen werde 2023 die Initial Operational Capability (anfängliche Funktionsbereitschaft) erreichen. Die volle Bereitschaft sogar erst 2026. Beim Gripen fliegt ein Risiko mehr mit: Er ist noch gar nicht fertig entwickelt. Ende Monat entscheidet die SIK, ob sie dieses Risiko für tragbar hält.
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