Neue Asylunterkunft nach Demo: «Wäre ich doch in Kestenholz geblieben!»

Written By Unknown on Rabu, 14 Agustus 2013 | 14.45

Er und neun weitere Asylsuchende hätten in einer extra umgebauten Zivilschutzanlage in Kestenholz SO leben können. Mit Zusatzkomfort wie HDTV, Musikraum und Töggelikasten. Aber das lehnten die jungen Männer ab - weil es dort weder Tageslicht noch frische Luft gibt. «Wir wollen nicht in diesem Loch leben», sagte gestern der Syrer Mahmoud Alhariri (28) im BLICK. Aus Protest waren die Männer am vergangenen Freitag vor den Bahnhof in Solothurn gezogen - und provozierten teils heftige Reaktionen: «Wir wurden beschimpft und mit Bier und Milch beworfen», erzählt Öcalan. «Ein Mann wollte sogar auf uns pinkeln.»

Gestern Morgen gegen fünf Uhr räumte die Polizei das Gelände. Laut Polizeisprecher Bruno Gribi, weil «nicht ausgeschlossen werden konnte, dass die Stimmung kippt». Und die «hygienische Situation» sei nicht optimal gewesen. Der Kurde Öcalan erinnert sich mit Schrecken an die Räumung: «Wir schliefen, als plötzlich 30 bis 40 Polizisten um uns standen. Sie sagten, wir sollen uns auf den Bauch legen. Dann legten sie uns Handschellen an und führten uns in Kasten­wagen ab.» Die Beamten hätten sich zwar korrekt verhalten. «Aber die Handschellen waren nicht ­nötig. Ich habe mich wie ein Verbrecher gefühlt. Dabei haben wir doch nichts Kriminelles getan!»

Auf dem Posten werden die ­Personalien aufgenommen. «Sie machten Fotos, nahmen Finger­abdrücke», sagt Öcalan. Später ­verlegte man ihn in nach Biberist SO. In eine Baracke zwischen Bahngleisen und einer Hauptstrasse. Auch seine Kollegen verteilte das kantonale Amt für so­ziale Sicherheit (ASO) auf verschiedene Unterkünfte im Kanton Solothurn.

Abdullah bekommt jetzt zwar Tageslicht und frische Luft, trotzdem ist er unzufrieden. «Es sind auch hier menschen­unwürdige Zustände. Es ist dreckig, und es stinkt.» Vor allem aber sorgt er sich um den Ausgang seines Asylverfahrens.

Zu Recht: Sein Protest ist nun aktenkundig. ASO-Chefin Claudia Hänzi: «Diese Asylbewerber werden merken, dass ihre Aktion nichts gebracht hat, sondern dem eigenen Ansehen und dem anderer Asylbewerber schadete.»

Zurück in die Türkei will Öcalan auf keinen Fall. «Ich habe den gleichen Vor- und Nachnamen wie der ehemalige Kurdenführer, werde dort ständig angegriffen.» Sein Ziel: Eine Unterkunft, «bei der alles stimmt» - und Frau und zwei Kinder in die Schweiz holen. Neue Proteste schliesst er nicht aus. «Es kann gut sein, dass es weitere Aktionen gibt.» Bereits haben linke Kreise für Donnerstag eine Demonstration angekündigt.


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