Der Machtkampf um den künftigen Kurs der Ukraine dauert an. Tausende von Regierungsgegnern harren im Zentrum von Kiew aus, um gegen den prorussischen Kurs von Präsident Viktor Janukowitsch zu protestieren und ihrer Forderung nach Neuwahlen Nachdruck zu verleihen.
Zugleich marschieren immer mehr Polizeikräfte auf. Heute läuft ein Ultimatum der Behörden ab. Sie fordern, dass Regierungsgegner besetzte Gebäude räumen.
Medienberichten zufolge sollen Sicherheitskräfte bereits damit begonnen haben, Barrikaden der Demonstranten zu räumen. Laut den Behörden wurden Polizisten verletzt, als sich Oppositionelle gegen die Aktion wehrten. In den Reihen der Demonstranten soll es ebenfalls Verletzte gegeben haben, heisst es auf Seite der Oppositionellen.
EU-Aussenbeauftragte will vermitteln
Heute will auch die EU-Aussenbeauftragte Catherine Ashton in Kiew zwischen Regierung und Opposition vermitteln. Ashton werde sich sowohl mit Vertretern der Führung um Präsident Viktor Janukowitsch als auch mit den Regierungsgegnern um Boxweltmeister Vitali Klitschko treffen, kündigte ihre Sprecherin an.
Janukowitsch will zudem mit seinen drei Amtsvorgängern die Situation in der früheren Sowjetrepublik besprechen.
US-Vizepräsident besorgt
US-Vizepräsident Joe Biden forderte Janukowitsch gestern zum Dialog mit der Opposition auf. Zugleich äusserte sich Biden in einem Telefonat mit Janukowitsch besorgt über die Lage im Land, wie das Weisse Haus mitteilte. «Der Vizepräsident unterstrich die Notwendigkeit, auf eine sofortige Deeskalation der Lage hinzuwirken und einen Dialog mit den Oppositionsführern zu beginnen», hiess es. Gewalt habe keinen Platz in einer demokratischen Gesellschaft, mahnte Biden.
Die Opposition in der Ukraine demonstriert seit rund drei Wochen gegen die Führung des Landes, die auf Druck Moskaus ihren EU-Kurs gestoppt hatte. Demonstranten versperrten Strassen und Gehwege der Hauptstadt mit Stacheldraht, Baumstämmen und Autos.
«Stellungskrieg wie bei Partisanen»
Beobachter in Kiew sprachen von einem «unerbittlichen Stellungskrieg wie bei Partisanen». Ihnen standen Hunderte Polizisten mit Helmen, Schutzanzügen und Schilden am Unabhängigkeitsplatz (Maidan) und dem benachbarten Prachtboulevard Kreschtschatik gegenüber.
Nach jüngsten Angaben hat das Innenministerium inzwischen rund 6000 Sicherheitskräfte in Kiew zusammengezogen. Klitschko kritisierte den Aufmarsch scharf. Der prorussische Präsident Janukowitsch versuche vermutlich, die mehreren Tausend Regierungsgegner einzuschüchtern. «Aber wir bleiben. Ich rufe alle Regierungsgegner auf, zum Maidan zu kommen», sagte Klitschko. (SDA/noo)
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