Kabul – In Afghanistan hat am Samstag die Präsidentschaftswahl begonnen. Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen öffneten um 7.00 Uhr (Ortszeit, 04.30 Uhr MESZ) die Wahlbüros, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP in der Hauptstadt Kabul berichteten.
Die Afghanen sind aufgerufen, einen Nachfolger von Präsident Hamid Karsai zu wählen. Karsai führte das Land am Hindukusch seit dem Sturz der Taliban im Herbst 2001, darf nach zwei Amtszeiten aber nicht erneut antreten.
Unter den acht Kandidaten, die sich um seine Nachfolge bewerben, gelten Karsais langjähriger Rivale Abdullah Abdullah, der renommierte Intellektuelle Aschraf Ghani und der frühere Aussenminister Salmai Rassul als Favoriten.
Da wahrscheinlich kein Kandidat die absolute Mehrheit erhält, dürfte am 28. Mai eine Stichwahl notwendig werden. Wegen der schwierigen Machtverhältnisse könnte es nach Einschätzung von Diplomaten schliesslich bis Oktober dauern, ehe der neue Präsident sein Amt antritt.
Die radikal-islamischen Taliban hatten im Vorfeld mit zahlreichen Anschlägen versucht, die Abstimmung zu verhindern. Am Freitag wurde bei einem Angriff im Osten des Landes eine deutsche Kriegsfotografin getötet.
Von den 30 Millionen Afghanen sind zwölf Millionen wahlberechtigt. Wegen der schlechten Sicherheitslage wird jedoch voraussichtlich mindestens jedes zehnte Wahllokal geschlossen bleiben. Das Endergebnis soll am 7. Mai verkündet werden.
Vor der Wahl bescheinigte der deutsche Entwicklungsminister Gerd Müller dem Land grosse Fortschritte. «Es ist an sich ein grosser Erfolg, dass diese Wahlen stattfinden: mit Wahlkundgebungen, Diskussionen über die Kandidaten», sagte Müller der Onlineausgabe der Zeitung «Die Welt».
«Die Menschen haben sich für diese Wahl interessiert und damit für ihre Zukunft. Das schafft Beteiligung und stärkt die Bürgerrechte.» Die künftige Regierung forderte Müller auf, bessere Rahmenbedingungen für inländische und ausländische Investoren zu schaffen. «Wenn das gelingt, dann sehe ich gute Chancen.»
Müller wies zugleich Darstellungen zurück, wonach der Aufbau Afghanistans gescheitert sei. «Ist ein Land verloren, in dem sich seit 2001 das Einkommen verdoppelt hat, in dem mittlerweile neun Millionen Kinder in die Schule gehen, auch Mädchen und in dem es für 85 Prozent eine Gesundheitsversorgung gibt? Ich gebe die Entwicklungschancen für die Menschen eines Landes nirgendwo verloren», betonte der Minister. (SDA)
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