Gestern gab der US-Multi Weatherford bekannt, den Hauptsitz von der Schweiz nach Irland zu verlegen. Schuld seien die jüngsten Abstimmungen gegen Zuwanderung und Abzocker, schreibt der Konzern laut Radio SRF in einem Brief an die Aktionäre.
Zur Minder-Initiative heisst es konkret: «Die neue Gesetzgebung wird die administrativen Kosten massgeblich erhöhen und dazu führen, dass die Arbeitsabläufe komplexer werden. All das könnte negative Folgen für das Unternehmen haben.» Wegen zahlreicher Initiativen und Referenden sei die Schweiz unberechenbarer geworden.
Irland würde hingegen mit Stabilität punkten: «Wir glauben das rechtliche und regulatorische Umfeld in Irland ist vorhersehbarer und stabiler. Als Folge empfehlen wir, den Hauptsitz von der Schweiz nach Irland zu verlegen.»
Die wahren Gründe für den Wegzug
Ist die Abzockerinitiative vom Schaffhauser Ständerat Thomas Minder (53) tatsächlich schuld am Wegzug von Weatherford? Genau davor warnten die Gegner im Abstimmungskampf.
Minder reagiert gereizt: «Das ist absolut lachhaft», sagt er auf Anfrage von Blick.ch. Die Initiative sei ja im Detail noch gar nicht umgesetzt. Es gebe erst einen Verordnungstext.
Er glaubt, dass seine damaligen Abstimmungsgegner mit der Argumentation von Weatherford zu tun haben: «Dahinter steckt Martin Naville von der Schweiz-Amerikanischen Handelskammer und Economiesuisse. Also jene, die an vorderster Front gegen die Initiative kämpften.»
Im «Blick» sagte Naville über die Minder-Initiative: «Der Kollateralschaden ist gewaltig.» Die Annahme der Inititiative liessen viele ausländische Manager am Standort Schweiz zweifeln.
Das lässt Minder nicht gelten. Den oft genannten «administrative Zusatzaufwand» gebe es schlichtweg nicht. «Im schlimmsten Fall dauert die Generalversammlung eine halbe Stunde länger, weil die Aktionäre noch über Löhne abstimmen müssen», betont der Schaffhauser.
«Söldnerfirma aus den Bermudas»
Zwar schmerze ihn jeden Wegzug eines Unternehmens, doch Weatherford sei ohnehin nur «eine Söldnerfirma, die von den Bermudas her kam und nun nach Irland weiterzieht». Also stets auf der Suche nach den tiefsten Steuern.
Auch verschiedene Kommentatoren verwiesen darauf, dass die Wertschöpfung der Erdöl-Servicefirma in der Schweiz sehr klein war. Weatherford beschäftigte lediglich eine Handvoll Leute in einem Genfer Büro.
Minder: «Firmenchef Bernard Duroc-Danner hat sich 12 Millionen Dollar auszahlen lassen, obwohl der Konzern 345 Millionen Dollar Verlust gemacht hat und mit mehr als 8 Milliarden Dollar verschuldet ist.» (alp)
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Wegzug von «Söldnerfirma» Weatherford: Minder findet es «absolut lachhaft»
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