Acht Jahre nach Markteintritt, lässt der sonst so verschlossene Discounter Aldi ein wenig hinter die Kulissen blicken.
BLICK traf Timo Schuster, Chef von Aldi Schweiz, exklusiv im Kino Pathé in Dietlikon ZH – zum gestrigen Start der TV-Mitarbeiter-Kampagne. Sämtliche Angestellte waren geladen. Schuster: «Heute ist Aldi eine feste Grösse und nicht mehr aus dem Schweizer Detailhandel wegzudenken. Das ist der Verdienst unserer Mitarbeitenden.»
Zu Aldi Schweiz zählen gut 2300 Angestellte und 168 Filialen. Heute noch ist der deutsche Discounter für so manchen Konsumenten, Gewerkschafter und Bauern ein rotes Tuch.
«Wir haben eingesehen, dass der Schweizer Markt anders ist und ausländische Unternehmen wie wir sich hier mehr öffnen müssen», sagt der 38-Jährige Österreicher.
Aldi macht auf Schweizerisch
Immer wieder schlägt man darum kräftig auf die Swissness-Pauke: Mit dem Beitritt zur IG Detailhandel (Manor, Migros, Coop), als Hauptsponsor der 3+-Kuppelshow «Bauer, ledig, sucht...» und Werbung mit Schweizer Lieferanten. Aldi sieht das so: «Wir sehen es als Teil unserer Verantwortung, sich für den Schweizer Detailhandel zu engagieren und sich einzubringen.»
Der Mindestlohndebatte hat Aldi vorgebeugt. Der Discounter zahlt aktuell 4200 Franken. «Unsere Arbeitsbedingungen lassen sich mit Schweizer Grossverteilern vergleichen, beim Lohn sind wir ihnen einen Schritt voraus.»
Der Discounter habe sich gewandelt, man sei heute deutlich schweizerischer als ursprünglich angenommen.
Wagyu-Beef-Filet für 149 Franken das Kilo
Immerhin zwei von drei Schweizern würden regelmässig bei Aldi einkaufen. «Über 40 Prozent Umsatz machen wir allein mit Schweizer Produkten», sagt Schuster. Dieses Sortiment soll weiter ausgebaut werden, etwa mit Bio-Produkten aus der Region und zertifiziertem Fisch.
Ebenso das Angebot von Spitzenweinen und Fleisch, wie kürzlich das Wagyu-Beef-Filet für 149 Franken das Kilo: «Schweizer Kunden sind sehr qualitätsbewusst. Hier können wir Produkte anbieten, die in Filialen des Auslandes nicht möglich wären», sagt Schuster.
Klar ist: Solche Angebote sprechen sich rum und locken Konsumenten in die Läden, die bisher noch nie einen Aldi betreten haben. «Wir merken, dass wir laufend neue Kunden gewinnen», bestätigt Schuster.
200 Filialen sind nur ein Zwischenziel
Er bekräftigt denn auch die «mittelfristigen Zwischenziele» von 3000 Mitarbeitern und 200 Filialen. Die Decke sei damit noch nicht erreicht. Eine «Herausforderung» sei die Personalsuche – vor allem in Grossstädten. In den ländlichen Regionen habe man sehr viele Bewerbungen. Das weiss auch Konkurrentin Lidl, die in der Vergangenheit ebenfalls Mitarbeiter in der Werbung einsetzte, um an neues Personal zu kommen.
Verschwiegen bleibt Schuster bei den Geschäftszahlen. «Wir äussern uns nicht zu Umsatz und Gewinn.» Die geschätzten 1,8 Milliarden Franken Jahresumsatz seien aber nicht ganz falsch.
Aldi hat wohl auch längst die Gewinnzone erreicht: «Unter dem Strich müssen wir wie alle Anbieter kostendeckend arbeiten können. Das ist auch bei uns der Fall.»
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