Mordprozess gegen Erwin Sperisen in Genf: Ist dieser Schweizer der brutalste Polizeichef der Welt?

Written By Unknown on Kamis, 15 Mei 2014 | 17.03

Der schweizerisch-guatemaltekische Doppelbürger war von Juli 2004 bis März 2007 Polizeichef Guatemalas. Die Anklage wirft Sperisen (43) vor, die Morde an zehn Häftlingen in Guatemala befohlen, geplant und in einem Fall sogar selbst begangen zu haben.

Im Zentrum steht eine Polizeiaktion vom 25. September 2006 mit über 2000 Einsatzkräften, um die Kontrolle über das jahrelang von Häftlingen kontrollierte Gefängnis Pavón zurückzugewinnen. Dabei sollen sieben Gefangene getötet worden sein.

Sie sollen unbewaffnet gewesen sein und keinen Widerstand geleistet haben. Danach soll der Tatort umgestellt worden sein, um einen Schusswechsel mit den Häftlingen vorzutäuschen.

Genfer Staatsanwalt von Schuld überzeugt

Staatsanwalt Yves Bertossa wirft Sperisen vor, die Hinrichtungen geplant und befohlen zu haben. Einen der Häftlinge soll Sperisen selber erschossen haben.

Beim zweiten Fall geht es um drei aus einem anderen Gefängnis geflohene Männer, die 2005 nach ihrer Verhaftung gezielt auf Geheiss Sperisens ermordet worden sein sollen.

Politisch motivierte Anklage?

Die Verteidigung plädiert in allen Anklagepunkten auf unschuldig. Sperisen und seine Anwälte zweifeln unter anderem an der Glaubwürdigkeit der Zeugen. Auf der Facebook-Seite von Sperisen ist die Rede von falschen Zeugenaussagen.

Die Westschweizer Zeitschrift «L'Illustré» veröffentlicht in ihrer neusten Ausgabe eine Reportage aus Guatemala. Darin sagt die Mutter eines der getöteten Häftlinge, man habe ihr Geld versprochen, wenn sie die Anklage gegen Sperisen unterschreibe.

Die in Guatemala begangenen Delikte werden vor einem Genfer Gericht verhandelt, weil Sperisen als Schweizer Staatsangehöriger nicht ausgeliefert werden kann. Sperisen lebt seit 2007 mit seiner Familie in Genf. Er ist Mitglied der EVP. Sein Vater ist in der Rhonestadt der Vertreter Guatemalas in der Welthandelsorganisation WTO.

NGOs gegen Straflosigkeit

Erwin Sperisen war am 31. August 2012 in Genf verhaftet worden, nachdem die guatemaltekischen Behörden einen internationalen Haftbefehl erlassen hatten. Seither befindet er sich in Untersuchungshaft.

Der Prozess wird auch von Nichtregierungsorganisationen verfolgt, die gegen die Straflosigkeit Sperisens gekämpft hatten. Mehrere ehemalige Mitarbeiter von Sperisen wurden letztes Jahr in Guatemala zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.

Erhöhte Sicherheitsmassnahmen

Der Prozess dauert drei Wochen. Sperisen drohen mehr als zehn Jahre Haft. Sperisen bestreitet die Vorwürfe. Der Prozess dauert drei Wochen.

18 Zeugen werden in den nächsten zwei Wochen einvernommen. Wegen der internationalen Dimension des Falles wurden die Sicherheitsvorkehrungen am Genfer Strafgericht erhöht.

Als Zeuge ist auch Javier Figueroa vorgeladen, der die rechte Hand des Polizeichefs war. Er stand 2013 in Österreich vor Gericht, wurde jedoch freigesprochen. Das österreichische Gericht sah die Beweise als nicht ausreichend an. (btg/SDA)


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