Abertausende Deutschweizer arbeiteten nach der obligatorischen Schulzeit ein Jahr lang in der Romandie oder im Tessin. Doch diese Tradition bröckelt.
Vor allem junge Frauen taten es reihenweise: Um ihr Französisch zu perfektionieren, zogen sie scharenweise für längere Zeit in die Romandie. Noch gibt es sie, die Au-Pairs, doch sie werden immer weniger.
Im Vergleich zum Jahr 2008 gab es 2013 ganze 40 Prozent weniger Aufenthalte in der Romandie, berichtet die «NZZ». Noch nehmen etwa 200 die Angebote der Non-Profit-Organisation Pro Filia in Anspruch, welche Au-Pairs vermittelt.
Etwa besser lief es «oui si yes», der Organisation der reformierten Landeskirche. Doch nun hat auch sie zu kämpfen. «Dieses Jahr erleben wir einen eigentlichen Einbruch», sagt Zentralsekretärin Annamarie Fuhrer zur «NZZ».
Hauptgrund ist dabei die Demografie: Die Jahrgänge, welche für das «Welschlandjahr» in Frage kommen, gelten als geburtenschwach.
In Kombination mit dem ausgetrockneten Lehrlingsmarkt ist das Gift. Schulabgänger sind heiss begehrt und entscheiden sich deshalb gegen ein Zwischenjahr und steigen direkt in die Berufswelt ein. (vuc)
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Weil sie als Lehrlinge begehrt sind: Gibts bald keine Au-Pairs mehr?
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