BERN - Möglicherweise haben wir zu hohe Preise für unser Auto-Leasing bezahlt. Die Wettbewerbskommission hat eine Untersuchung eröffnet.
Die Wettbewerbskommission (Weko) ermittelt gegen neun Unternehmen, die Auto-Finanzierungen vergeben. Dies gab die Weko heute morgen bekannt.
Sie hat «Anhaltspunkte, dass zu Herstellerkonzernen respektive Importeuren gehörende Finanzierungsgesellschaften (Captive Banks) sensible Informationen bezüglich Leasingraten und der Finanzierung von Fahrzeugen ausgetauscht haben könnten».
Konkret: Die Firmen könnten Preise abgesprochen haben. Das würde gegen das Wettbewerbsrecht verstossen. Unzählige Kunden hätten demnach zu hohe Preise für ihr Leasing bezahlt.
Es geht unter anderem um Informationen über Zinssätze, Vertragskonditionen und die Höhe der an die Händler ausbezahlten Kommissionen.
Laut Nachrichtenagentur SDA lag der Jahresumsatz beim Leasing von Autos und Lastwagen zuletzt bei über 7 Milliarden Franken. Allein bei den Personenwagen wurden im letzten Jahr fast 200'000 Neuabschlüsse unterzeichnet.
Ermittelt wird gegen die Amag Leasing AG, BMW Finanzdienstleistungen (Schweiz) AG, Fidis Finance (Schweiz) SA, Ford Credit (Switzerland) GmbH, GMAC Suisse SA, Mercedes-Benz Financial Services Schweiz AG, Multilease AG, PSA Finance Suisse SA und RCI Finance SA.
Vor Ende 2015 ist nicht mit einem Urteil zu rechnen. Im Schnitt dauern Untersuchungen der Weko 18 Monate. (alp)
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