ST. GALLEN - Seit knapp drei Monaten lebt Lorenzo Vinciguerra wieder in der Schweiz. An einer Medienkonferenz berichtet er vom schwierigen Wiedersehen mit seinen Kindern und dem ersten Kontakt mit seiner Frau nach fast drei Jahren als Geisel im Dschungel.
Drei Jahre lang war Lorenzo Vinciguerra als Geisel auf der philippinischen Insel Jolo gefangen, ehe er während einer Hochzeitsfeier im Dschungel seinen Bewacher überwältigen und flüchten konnte. Die ersten knapp drei Monate zurück in der Schweiz seien seither ein schrittweises Angewöhnen an die neue Umgebung gewesen.
Viel habe sich während seiner Zeit als Geisel zuhause verändert. «Meine Kinder haben sich während den Jahren enorm verändert. Auf der Strasse hätte ich sie wohl nicht wiedererkannt», sagt Vinciguerra. Auch an das alltägliche Leben in der Familie müsse sich der 49-Jährige erst wieder gewöhnen.
«Es kann immer in die Hosen gehen»
Seiner Frau gegenüber zeigt sich Vinciguerra dankbar und stolz. «Sie schaffte es, alles zu managen und zu meistern, während ich weg war.» Einen Kontakt soll es bis zu seiner Rückkehr keinen gegeben. «Sie hat aber immer zu mir gehalten.»
Auf die Reise in ein bekanntes Gefahrengebiet angesprochen, weist Vinciguerra jegliche Schuld von sich. «Ich habe Vorsichtsmassnahmen getroffen und gewusst, auf was ich mich einlasse.» Trotzdem könne es «in die Hosen gehen», und das sei halt passiert. Umso stolzer sei er, dass er sich «aus eigener Kraft» wieder befreien konnte.
Professionelle Hilfe ist nicht nötig
Seit Mitte Januar arbeitet Lorenzo Vinciguerra mit einem 60-Prozent-Pensum als Tierpräparator im Naturmuseum St.Gallen. «Ich hätte gerne sogar schon früher wieder mit der Arbeit angefangen. Doch der Körper liess das noch nicht zu.»
Auf professionelle psychologische Hilfe verzichtet die Ex-Geisel aber. «Ich empfand sie bisher schlicht nicht als nötig.» Stattdessen könne er auf ein starkes Umfeld und auf seine Familie zählen.
«Ich warte auf eine Rechnung aus Bern»
Vieles im Alltag ist für Vinciguerra noch ungewohnt. Er freue sich einfach auf die 08/15-Situationen im Leben, die ihm so gefehlt hätten. Der Fall soll mit dieser Medienkonferenz aber definitiv abgeschlossen sein. Vinciguerra will «den Schatten der Zeit auf den Philippinen» definitiv hinter sich lassen.
Einzig die Kosten, die wegen den Verhandlungen des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten mit den Geiselnehmern anfielen, Vinciguerra auch in Zukunft noch beschäftigen. «Ich warte auf eine Rechnung aus Bern.» (cat)
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Lorenzo Vinciguerra informiert: «Ich hätte meine Kinder auf der Strasse nicht wiedererkannt»
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