Frankfurt – Der gesunkene Ölpreis und Probleme bei der Ölproduktion in Nigeria haben dem britisch-niederländischen Konzern Royal Dutch Shell im dritten Quartal einen Gewinnrückgang beschert. Der Überschuss auf Basis fortlaufender Kosten fiel um 15 Prozent auf 6,1 Mrd. Dollar.
Das Ergebnis belasteten auch Sonderfaktoren wie Abschreibungen wegen der weiter niedrigen Gaspreise in den USA und Steuerzahlungen in Grossbritannien, wie der weltweit zweitgrösste Ölkonzern am Donnerstag mitteilte.
Ohne diese ausserordentlichen Belastungen hätte der Gewinn bei 6,6 Mrd. Dollar gelegen, was die Erwartungen der Analysten übertraf: Diese hatten mit einem Nettogewinn vor Sonderposten von 6,3 Mrd. Dollar gerechnet. An der Londoner Börse lagen die Shell-Aktien um 0,7 Prozent im Plus.
Im abgelaufenen Quartal hatten Überflutungen und Diebstahl in Nigeria, einem der wichtigsten Ölförderländer von Shell, die Ölproduktion erschwert. Vor allem deshalb sank die weltweite Ölproduktion von Shell im dritten Quartal um fünf Prozent, die Produktion von Gas ging um vier Prozent zurück.
Auch andere grosse Ölkonzerne wie ExxonMobile, Total oder BP haben zu damit zu kämpfen, die Ölproduktion auf Vorjahresniveau zu halten. Seinen Aktionären will Shell dennoch für das dritte Quartal eine Dividende von 43 Cent bezahlen, im Vorjahresquartal waren es 42 Cent gewesen. (SDA)
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