AKW Mühleberg: Forscher Zeitplan für Mühleberg-Nachrüstung

Written By Unknown on Jumat, 21 Desember 2012 | 17.03

ENSI-Direktor Hans Wanner erwartet, dass der Berner Energiekonzern BKW die geforderten Nachrüstungen für das AKW Mühleberg «zügig an die Hand nimmt» und «unverzüglich» mit der Planung beginnt. Die BKW müsse selbst entscheiden, ob sie die Investitionen in das AKW tätigen wolle.

Die BKW muss bis zum 30. Juni 2013 einen ersten Teil der verbindlichen Umsetzungsplanung einreichen. «Wir wollen einen verbindlichen Fahrplan», machte Wanner am Freitag vor den Medien in Brugg klar.

Die grossen Projekte für die Nachrüstungen benötigten fünf Jahre Zeit. Das bedeute auch Entscheide über die Investitionen der BKW. Es sei möglich, diese Umsetzungsplanung in einem halben Jahr zu realisieren.

«Es ist uns wichtig, dass vorwärts gemacht wird», sagte auch Georg Schwarz, ENSI-Vizedirektor und Leiter des Aufsichtsbereichs Kernkraftwerke. «Es ist ein grosses Projekt. Wenn man zuwartet, ist der Endtermin 2017 schwierig zu erreichen.»

Bis zur Umsetzung der letzten Nachrüstung könne das AKW Mühleberg in Betrieb bleiben, weil das Werk die im Gesetz festgeschriebenen sicherheitstechnischen Anforderungen erfülle, führte ENSI-Direktor Wanner aus.

Es gebe keinen Grund das Werk vom Netz zu nehmen. Es gehe nun darum, mit den Nachrüstungen die Sicherheitsmargen zu erhöhen, hielt Wanner fest. Er sprach von «strengen und umfassenden» Prüfungen des AKW Mühleberg.

Man habe zur Kenntnis genommen, dass die BKW mitgeteilt habe, sie verschiebe den Entscheid zur Nachrüstung um ein halbes Jahr. Der Energiekonzern begründete den Schritt damit, dass die Nachrüstungen teurer würden als bisher angenommen.

Die BKW ging von einer Summe von 170 Millionen Franken aus. Erst Ende 2013 will die BKW nach eigenen Angaben entscheiden, ob die geplanten Nachrüstungen wirtschaftlich seien.

Es sei jedoch nicht Aufgabe des ENSI, über die Wirtschaftlichkeit der Nachrüstungen zu entscheiden. Die Aufsichtsbehörde habe das umfassende Instandhaltungskonzept der BKW für das AKW Mühleberg im Grundsatz akzeptiert.

Wanner sagte zudem, das ENSI habe diese Woche auch seine Stellungnahme gegenüber dem Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) zum umfassenden Instandhaltungskonzept abgegeben. Das ENSI wolle, dass seine Forderungen ins Verfahren einfliessen würden.

Die BKW will die vom ENSI postulierten Auflagen für den Langzeitbetrieb in der Planung berücksichtigen. Der Zeitplan sei allerdings «sportlich», sagte BKW-Sprecher Antonio Sommavilla am Freitag auf Anfrage.

«Doch wir werden ihn einhalten», zeigte sich Sommavilla zuversichtlich. Die Stellungnahme des ENSI zeige, dass die BKW mit ihren geplanten Nachrüstungsmassnahmen auf den richtigen Weg sei.

«Die Stellungnahme macht auch deutlich, dass ein Langzeitbetrieb des KKW Mühleberg möglich ist, wenn wir die Nachrüstungsmassnahmen umsetzen», führte Sommavilla aus.

Die BKW geht nach wie vor von einem Planungshorizont von 2022 aus. Ob sich der Weiterbetrieb von «Mühleberg» aber wirklich lohnt, will der Energiekonzern Ende 2013 entschieden.

Insgesamt zehn Forderungen muss der Berner Energiekonzern BKW erfüllen, wenn er das Atomkraftwerk Mühleberg über das Jahr 2017 hinaus betreiben will. Dazu gehört auch der Ersatz der Zugankerkonstruktion, mit der die Risse im Kernmantel stabilisiert werden.

Die BKW muss die bestehende Konstruktion spätestens in der Jahresrevision 2017 durch eine neue ersetzen, wie das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) am Freitag mitteilte.

Das Wachstum der Risse im Kernmantel habe sich aufgrund der verbesserten Wasserchemie eher verlangsamt, schreibt das ENSI in seiner am Donnerstag veröffentlichten Stellungnahme zum Langzeitbetrieb des Kernkraftwerks. Für die nächsten fünf Jahre hält das ENSI die sogenannte Strukturintegrität des Kernmantels - ohne Berücksichtigung der Zuganker - für gewährleistet.

Eine längerfristige Prognose sei mit Unsicherheiten behaftet, heisst es beim ESNI. Das Nuklearsicherheitsinspektorat geht deshalb davon aus, dass es für den Betrieb über das Jahr 2017 hinaus weitere Stabilisierungsmassnahmen braucht.

Weiter verlangt das ENSI bis zur Jahresrevision 2017 ein aareunabhängiges Kühlsystem. Erkenntnisse aus dem Reaktorunfall von Fukushima hätten gezeigt, dass das bestehende System nicht mehr ausreichend sei. Eine weitere Forderung betrifft die Nachrüstung eines erdbebenfesten Kühlsystems für das Brennelementbecken.

Für den Langzeitbetrieb müsse die BKW auch den Zustand des sogenannten Primärcontainments, also des Sicherheitsbehälters, genauer untersuchen. Dabei müsse der Energiekonzern den Fokus auf die bisher als unzugänglich eingestuften Bereiche von Anlageteilen richten, verlangt das ENSI.

Verschiedene Massnahmen will das ENSI bereits in den kommenden zwei Jahren umgesetzt sehen. So muss die BKW beispielsweise bis Ende 2014 alle Kabel der Sicherheitssysteme im Reaktorgebäude, für die keine Auslegungsdokumentation vorhanden ist, ersetzen. (SDA)


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