Die deutsche SPD will Schweizer Steuersünder-Banken in Deutschland die Lizenz entziehen. Im Blick.ch-Interview nimmt SP-Präsident Christian Levrat die deutschen Genossen in Schutz – und attackiert die Schweizer FDP.
Herr Levrat, sind Ihnen die deutschen Genossen nicht langsam peinlich?
Nein. Sie gehen genau gleich vor wie die Amerikaner. Sie verlangen von unseren Banken, dass sie eine konsequente Weissgeld-Strategie fahren oder sonst den Markt verlassen müssen.
Dann gehen Sie mit Peer Steinbrück und Co. also einig?
Dass meine deutschen Kollegen versuchen, das deutsche Recht in Deutschland durchzusetzen, kann ihnen doch niemand verübeln! In diesem Punkt entsprechen die Gerechtigkeitsvorstellungen der SPD auch den unsrigen. Wenn eine Firma in der Schweiz systematisch unser Recht brechen würde, dann wären wir die Ersten, die ihr die Tür weisen würden.
Finden Sie es nicht billig, dass die SPD jetzt im Wahlkampf das Bild der «bösen» Schweizer Banken bemüht?
Ich wünschte mir, dass das billig wäre. Aber leider gibt es Anzeichen dafür, dass die Banken ihr schmutziges Spiel in den letzten Jahren weiterbetrieben haben. Ich finde es unglaublich, dass die Banken unserem Land einen solchen Schaden zufügen können, ohne in der Schweiz bestraft zu werden.
Dann gibt es keinen Brief von Ihnen an die deutschen Sozialdemokraten, die Schweizer Banken etwas netter zu behandeln?
Nein. Wenn schon würde ich einen Brief an UBS-Chef Ermotti schreiben, um ihn zu fragen, ob die Vorwürfe der Deutschen stimmen. Wenn ja, dann hat er ein massives Problem - und der Schweiz und unserer Realwirtschaft einen massiven Schaden zugefügt. Wir sollten lieber unsere ganze Volkswirtschaft schützten als bloss ein paar Banker.
Dann sind nicht die deutschen Genossen das Problem, sondern die Schweizer Banken?
Dass man versucht, seine Gesetze durchzusetzen, finde ich in Ordnung. Was ich nicht in Ordnung finde, wenn Banken systematisch Steuerhinterziehung anbieten. Dann müssen sich die Banken auch nicht über Konsequenzen wundern – wie das Beispiel der Bank Wegelin aktuell beweist.
Ein anderes Thema: Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf hat mit ihren Überlegungen zum Datenaustausch in ein Wespennest gestochen!
Eveline Widmer-Schlumpf hat nur die Situation beschrieben. Sie hat gemerkt, dass sich die Welt bezüglich Finanzfragen ändert. Die hysterische Reaktion von FDP-Präsident Philipp Müller, der ihr gleich das Dossier entziehen wollte, beweist nur eines: Die FDP ist immer noch eine Filzpartei, die den Banken mehr verpflichtet ist als der Realwirtschaft.
Und über die bürgerliche Zerfleischung zwischen FDP und BDP werden Sie sich als SP-Mann ja schelmisch gefreut haben!
Nein. Ich frage mich bloss, welcher Teufel die FDP derzeit reitet. Beim Freisinn sollte langsam ankommen, dass sich die Schweizer Wirtschaft nicht einzig auf die Interessen der Banken und der Abzocker an den Bankenspitzen beschränkt.
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