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Mehrheit dafür: Suizidbeihilfe bald für lebensmüde Alte?

Written By Unknown on Kamis, 25 September 2014 | 14.44

Die Beihilfe zum Freitod für alte Menschen ist mehrheitsfähig. 68 Prozent der Bevölkerung befürworten den Vorschlag der Sterbehilfeorganisation Exit, die Suizidbehilfe auf lebensmüde Hochbetagte auszuweiten, wie eine Umfrage der Kirchenzeitung «reformiert» zeigt.

Am höchsten ist die Zustimmung bei den über 55-Jährigen, wie die repräsentative Umfrage des Instituts Léger zeigt. Im August befragten die Meinungsforscher rund 1000 Personen in der deutsch- und französischsprachigen Schweiz.

Ein Grund für die hohen Werte war das Argument der Selbstbestimmung. Über drei Viertel der Befragten waren der Ansicht, dass Menschen auch im Sterben Eigenverantwortung wahrnehmen dürfen, wie «reformiert» am Donnerstag mitteilte. Rund die Hälfte könnte sich vorstellen, selbst einmal von der Möglichkeit eines Altersfreitods Gebrauch zu machen.

Religiöse Argumente gegen den Freitod stiessen dabei auf Ablehnung. Nur rund ein Viertel befand eine Lehre der Kirche zum Alterssuizid für wichtig.

Im Mai hatte die Sterbehilfeorganisation Exit ihre Statuten geändert, um eine Debatte über den Altersfreitod für lebensmüde Betagte anzustossen. Zur Zeit haben bei Exit ausschliesslich Schwerkranke einen Anspruch auf Sterbehilfe.

Die Statutenänderung sei auf Wunsch der Mitglieder vorgenommen worden, sagte Exit-Vorstandsmitglied Marion Schafroth in einem Interview mit «reformiert». «Der Hintergrund ist die Angst vieler, im hohen Alter zwar nicht sterbenskrank, aber gebrechlich, leidend und so eingeschränkt zu sein, dass das Leben nicht mehr lebenswert scheint», sagte Schafroth. Auch solche Menschen sollten das Sterbemittel erhalten können.

Auf eigene Faust werde Exit aber vorerst keine erleichterte Sterbehilfe für Betagte anbieten, sagte Exit-Vizepräsident Bernhard Sutter auf Anfrage. Dafür brauche es eine Gesetzesänderung.

Bei den Gegnern des Altersfreitods dreht man das Resultat um: Ein Drittel der Befragten sehe darin keine Option, sagte Frank Mathwig, Beauftragter für Theologie und Ethik beim Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund im gleichen Interview. Das sei bemerkenswert für eine liberale Gesellschaft.

Der Theologieprofesser der Universität Bern macht gesellschaftliche Defizite für den Sterbewunsch verantwortlich. «Nicht souveräne, hilfsbedürftige Menschen fühlen sich unter uns immer weniger heimisch», sagte Mathwig.

Die gesellschaftliche Solidarität werde schleichend aufgekündigt. «Wir müssen Räume für ein begleitetes Abwartenkönnen schaffen», sagte Mathwig. (SDA)


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Zündschloss-Skandal: Opel-Mutter GM bietet Opfern Geld

DETROIT - Die Opel-Mutter General Motors (GM) hat den Opfern im Skandal um fehlerhafte Zündschlösser erstmals konkrete Summen angeboten.

Rund 15 Menschen seien diese Woche vom Entschädigungsfonds von General Motors Offerten unterbreitet worden, teilte die zuständige Anwaltskanzlei am Mittwoch mit. Details zu den einzelnen Fällen wurden nicht genannt.

GM hat insgesamt 400 Millionen Dollar zurückgelegt. Der Kanzlei liegen bislang rund 850 Anträge auf Entschädigung vor.

19 Todesfälle

Die technischen Probleme führten dieses Jahr zum Rückruf von 2,6 Millionen Autos des US-Konzerns. Bei den Wagen bestand die Gefahr, dass der Zündschlüssel unbeabsichtigt in die Aus-Position springt. Dadurch könnte während der Fahrt der Motor ausgehen und elektronische Systeme wie Servolenkung, Bremskraftverstärker und Airbags abschalten.

Mindestens 19 Todesfälle werden damit in Zusammenhang gebracht. (btg/sda)


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Burkhalter zu IS-Enthauptung: «Das ist eine absolut barbarische Tat»

New York – Vor der UNO-Vollversammlung in New York hat Bundespräsident Didier Burkhalter die Mitgliedstaaten zu Dialog und Zusammenarbeit aufgerufen. Am Rande des Treffens verurteilte er die Enthauptung einer französischen Geisel durch eine IS-nahe Terrormiliz.

«Das ist eine absolut barbarische Tat, die zeigt, an welch schwierigem Punkt die Welt angekommen ist. An der UNO können die Staaten in diesen Tagen zeigen, dass sie gewillt sind, geeint gegen solchen Schrecken vorzugehen,» sagte Burkhalter nach seiner Rede in der UNO-Vollversammlung vor Medienvertretern am Mittwochabend.

Bei der Ansprache hatte Burkhalter die Staaten dazu aufgerufen, vermehrt als wirklich vereinte Nationen aufzutreten. Sie sollen den Dialog und die Zusammenarbeit suchen statt die Konfrontation. Er forderte von den versammelten Regierungsvertretern, die Ausbildung der Jugend und das Aufzeigen von Berufschancen an erste Stelle zu setzen.

Es müsse verhindert werden, dass den meist jungen Kämpfern der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) weitere Jugendliche folgen, sagte Burkhalter nach der Rede vor den Medien. Gefährdeten jungen Personen müssten Alternativen zum Extremismus geboten werden.

Die Schweiz unterstützte mit über hundert anderen Ländern eine Resolution, die am Mittwoch im Sicherheitsrat einstimmig verabschiedet wurde. Sie verpflichtet alle UNO-Mitglieder zu scharfen Gesetzen gegen das Reisen zu terroristischen Zwecken. Die Resolution kann gegen Kämpfer angewandt werden, die sich IS anschliessen wollen.

Um die Resolution umzusetzen, müsse die Schweiz ihre Gesetze aber nicht verschärfen, sagte der Schweizer Aussenminister. Auch im Kampf gegen Terrorfinanzierung habe die Schweiz bereits eine sehr gute Gesetzgebung.

Nach Ansicht Burkhalters braucht es zudem eine Sicherheitsresolution, um die Angriffe auf IS-Ziele in Syrien zu legitimieren. Wenn Syrien die USA und ihre Verbündeten nicht um solche Bombenschläge ersucht habe, müsse der Sicherheitsrat seine Einwilligung erteilen. Sonst regiere die Machtpolitik über das Gesetz und das sei im nicht im Sinne des Rechtsstaates Schweiz.

In der Diskussion um die Ukraine-Krise sprach sich Burkhalter gegen eine Isolierung Russlands aus. Eine solche löse keine Probleme, sondern vergrössere sie über Europa hinaus, sagte der Bundespräsident auch im Namen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), die die Schweiz dieses Jahr präsidiert. Burkhalter erntet für die Schweizer OSZE-Leitung viel Lob in New York, so auch von UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon.

Burkhalter ist noch bis Freitag in New York. Er nimmt am Donnerstag an verschiedenen Konferenzen teil, so zum Thema Wasser und Entwicklung sowie einem Forum zur Abschaffung der Todesstrafe. Zu Wort melden wird er sich auch an einer Veranstaltung Frankreichs zum Verzicht auf ein Veto im Sicherheitsrat bei Genozid und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Der Bundespräsident trifft sich am Rande der Generalversammlung zudem mit verschiedenen ranghohen Politikern zu bilateralen Treffen. Er habe bereits ein sehr gutes Treffen gehabt mit dem deutschen Aussenminister Frank Walter Steinmeier, sagte Burkhalter der Nachrichtenagentur sda in New York.

Auch mit der neuen Vertreterin der EU für Aussen- und Sicherheitspolitik, der ehemaligen italienischen Aussenministerin Federica Mogherini, habe er einen guten Kontakt gehabt und das grosse Europa-Dossier der Schweiz ansprechen können.

Heute Donnerstag sind bilaterale Treffen mit dem iranischen Präsidenten Hassan Ruhani und dem russischen Aussenminister Sergej Lawrow geplant. Auch den serbischen Aussenminister Ivica Dačić, dessen Land nächstes Jahr die OSZE-Präsidentschaft von der Schweiz übernehmen wird, will Burkhalter in New York treffen. Den «Handshake» mit US-Präsident Barack Obama am Dienstagabend bezeichnete Burkhalter als «kurz aber herzlich». (SDA)


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Nigerias Präsident erklärt: «Mein Land ist Ebola-frei»

New York – Der nigerianische Präsident Goodluck Jonathan hat sein Land für Ebola-frei erklärt. «Wir können heute getrost sagen, dass Nigeria Ebola-frei ist», sagte Jonathan am Mittwochabend (Ortszeit) vor der UNO-Vollversammlung in New York unter Applaus.

Experten hatten zuvor davor gewarnt, voreilig ein Ende des Virus in dem Staat zu verkünden. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO gab es in Nigeria seit Juli 20 bestätigte Ebola-Fälle, acht der Patienten starben an dem Virus. Die nigerianische Regierung geht von 19 Fällen und sieben Toten aus.

Der Leiter des Ebola-Notfallzentrums in Lagos, Faisal Shuaib, hatte vor Jonathans Äusserung betont, der Ebola-Ausbruch in Nigeria könne erst 42 Tage nach dem jüngsten Ebola-Fall als beendet angesehen werden. Laut WHO wurden seit dem 8. September keine neuen Infektionen aus dem Land gemeldet. Demnach könnte das Land erst am 20. Oktober für Ebola-frei erklärt werden.

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon hat für Donnerstag (17.00 Uhr MESZ) ein Treffen zur Ebola-Seuche auf die Tagesordnung gesetzt. Am schwersten von der Epidemie betroffen sind Sierra Leone, Liberia und Guinea.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gab die Zahl der Ebola-Toten in den drei Staaten seit Dezember 2013 zuletzt mit mehr als 2800 an. Bei der Krankheit leiden die Infizierten an Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall sowie in schweren Fällen an inneren Blutungen und Organversagen. (SDA)


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Kampf gegen Dschihadisten: Alle gegen IS – nur die Schweiz schläft

Sie plündern, vergewaltigen, töten. Mit unvorstellbar brutaler Gewalt gehen Gotteskrieger im Nahen Osten gegen Andersdenkende vor. Nun scheint gewiss: Die Dschihadisten sind auch bei uns aktiv. Gemäss «Tages-Anzeiger» sind drei Iraker verhaftet worden, die in der Schweiz einen Anschlag planten – mit Sprengstoff und Giftgas! Es hätte Tote und Verletzte gegeben.

Besonders schockierend: Offenbar hatte ein ausländischer Geheimdienst den Schweizer Behörden den Tipp gegeben. Wo blieb der Schweizer Nachrichtendienst?

Terrorexperte Albert A. Stahel sagt denn auch zu BLICK: «Die Schweiz schläft!»
Das scheint tatsächlich der Fall zu sein. Vor wenigen Tagen hat der Bundesrat dem Nationalrat mitgeteilt, dass er den IS in der Schweiz nicht verbieten will. Er sehe die Kriterien «für eine unmittelbar drohende schwere Störung der inneren oder äusseren Sicherheit» derzeit nicht erfüllt, schrieb er in der Antwort auf eine Frage von Ida Glanzmann (CVP, LU). Diese Aussage machte der Bundesrat, als die drei mutmasslichen Attentäter bereits aufgeflogen waren.

Weiter haben sich inzwischen 50 Länder zu einer Anti-IS-Allianz zusammengeschlossen. Die Schweiz macht nicht mit. Politiker zeigen sich skeptisch, weil die Koalition auch militärischen Charakter habe. Und trotzdem ist der Dschihad im Bundeshaus angekommen. Der Zuger Ständerat Joachim Eder (FDP) etwa verlangt in einem Vorstoss, der BLICK vorliegt, detaillierte Auskunft vom Bundesrat. Der Sicherheitspolitiker will wissen, welche Mittel dem Nachrichtendienst zur Verfügung stehen oder wie sich dschihadistische Propaganda im Netz bekämpfen lässt. Sorgen bereitet ihm auch, dass durch einen Sparentscheid des Nationalrats beim Nachrichtendienst (NDB) 20 Stellen abgebaut werden könnten. Dagegen will er sich mit allen Mitteln wehren, denn: «Es wäre ein fatales Signal, hier zu sparen. Das käme fast schon einer Einladung für Terroristen gleich», findet er. Er fordert die Sicherheitspolitiker des Nationalrats auf, die Schraube anzuziehen.

Diese beraten in der Kommission (SiK) gerade das neue Nachrichtendienstgesetz. Sicher ist: Die aktuelle Terrordebatte beeinflusst die Diskussion wesentlich und dürfte die Legitimation für zusätzliche Kompetenzen erhöhen. Denn heute ist es dem NDB nicht möglich, Verdächtige in ihrem privaten Umfeld abzuhören. Immer wieder sind die Schweizer Schlapphüte deshalb auf Tipps von ausländischen Geheimdiensten angewiesen. In einem ersten Entscheid will die SiK das ändern.

Sicherheits-Experte Kurt R. Spillmann sieht dringend Handlungsbedarf. Sprengstoff, sogar Giftgas – das alles sei in der Schweiz ohne weiteres möglich, sagt er. «Zugunsten eines breiten Bereiches von individuellen Freiheiten ist in der Schweiz bisher auf eine deutliche Vermehrung von Vorsichtsmassnahmen verzichtet worden.» Freiheit funktioniere gut, solange sich die Menschen an die vorgegebenen Regeln hielten. Terroristen würden aber Regeln rücksichtslos missachten. Spillmann: «Terroristen arbeiten mit asymmetrischen Waffen. Sie stossen in Zwischenräume, in denen wir uns sicher fühlen.» Und Terrorexperte Albert A. Stahel warnt: «Wir müssen uns auf einiges gefasst machen.»

Die Debatte um ein IS-Verbot läuft derzeit weiter. Und vielleicht gibt es schon bald eine Lösung. SVP-Nationalrat Pierre-François Veillon (VD) war lange Präsident der Geschäftsprüfungsdelegation, welche die Aufsicht über den NDB innehat. Er glaubt, die Einführung eines IS-Verbots sei eine Frage der Zeit. «Ich rechne damit, dass die Organisation auf der nächsten Beobachtungsliste des NDB aufgeführt ist.»


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Parlament widerwillig dafür: In Washington darf man wieder Waffen tragen

Written By Unknown on Rabu, 24 September 2014 | 17.03

Washington – In der US-Hauptstadt Washington dürfen künftig wieder Waffen mitgeführt werden. Das Stadtparlament votierte am Dienstag (Ortszeit) einstimmig aber widerwillig für die Massnahme, die das langjährige Verbot zum Tragen einer Waffe in der Stadt ablöst.

Vorausgegangen waren verschiedene Gerichtsurteile, wonach das Verbot gegen die US-Verfassung verstösst. Ziel sei nicht, das Tragen von Waffen in Washington zu fördern, sagte die Abgeordnete Muriel Bowser laut der Zeitung «Washington Post». «Aber wir wissen alle, dass wir den Gerichtsentscheidungen nachkommen müssen.»

Die bisherige Regelung zum Verbot des Mitführens von Waffen galt seit Mitte der 70er Jahre in der US-Hauptstadt. 2008 urteilte der Oberste Gerichtshof, dass das Verbot den von der Verfassung zugesicherten Rechten der US-Bürger zuwiderlaufe. Dennoch blieben die Regeln in Washington vorerst bestehen. Im Juli urteilte schliesslich ein Bundesgericht, dass das Verbot die Verfassung verletzte.

Mit den strengen Gesetzen sollte gegen die einst hohe Mordrate in der Stadt vorgegangen werden. Die neue Regelung sieht allerdings vor, dass Waffenbesitzer sich um eine Genehmigung für das Tragen einer Waffe in der Öffentlichkeit bemühen müssen. Diese darf zudem nicht sichtbar sein. Waffen dürfen unter anderem auch künftig nicht in Schulen, Spitälern oder Regierungsgebäuden mitgeführt werden. (SDA)


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Er hält Jäger zum Narren: Dieser Schwyzer Bock ist richtig ausgefuchst!

Die Innerschweizer Jäger verstanden die Welt nicht mehr. Ein alter Gamsbock hielt die Herren zum Narren – und das über mehrere Wochen. Das Tier habe keinerlei Scheu vor Jägern gezeigt und sich sogar aus nächster Nähe fotografieren lassen, schreibt der «Bote der Urschweiz». Dabei herrschte zu dieser Zeit Hochwildjagd!

Hat der Bock die Jagdvorschriften gelesen?

Der Bock trieb sich bei einer Tankstelle an der Gersauerstrasse in Brunnen herum. Unter den Jägern sei schon gescherzt worden, der Bock habe vermutlich die aktuellen Jagdvorschriften gelesen. Darin steht nämlich, dass dieses Jahr an der Rigi keine alten Böcke erlegt werden dürfen.

Die Spekulation eines weiteren Jägers geht gar noch weiter: «Der hat die Vorschriften nicht gelesen – sondern wahrscheinlich selbst geschrieben», sagt er zum «Boten der Urschweiz». (sb)


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Geldsegen aus dem Norden: Finnen-Flirt bringt Stadler 200 Mio

Damit nimmt das skandinavische Unternehmen auch die zweite Option eines Vertrages aus dem Jahr 2006 wahr. Der Auftragswert beträgt insgesamt rund 200 Mio. Euro, wie Stadler am Mittwoch mitteilte.

Bestellerin ist die Rollmaterialgesellschaft Junakalusto Oy, an der die Stadt Helsinki, drei weitere Städte aus der Agglomeration und die Finnischen Staatsbahnen beteiligt sind. Die Auslieferung der nun zusätzlich georderten Züge erfolgt zwischen Anfang 2016 und Frühjahr 2017. Mit diesem Auftrag hat Stadler Rail inzwischen 1018 Flirt verkauft, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Ursprünglich hatte Stadler 32 Züge an Junakalusto Oy geliefert. Im Jahr 2011 wurde dann eine erste Option über neun Züge wahrgenommen. Die Auslieferung dieser Züge werde pünktlich im Oktober abgeschlossen. Die Züge verfügen über eine besonders ausgeprägte Wintertauglichkeit, wie sie für den Einsatz in Finnland erforderlich ist, betont Stadler Rail. (sda)


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Auf Steinboden gekracht: Zweijähriger überlebt 6-Meter-Sturz

EDLIBACH - ZG - Ein Bub (2) fiel gestern Nachmittag aus einem Fenster im zweiten Stock. Er wurde mittelschwer verletzt.

Das Unglück passierte gestern gegen 14:30 Uhr in Edlibach in der Gemeinde Menzingen: Der kleine Bub (2) fiel aus dem Fenster des zweiten Stocks eines Wohnhauses. Er fiel sechs Meter tief auf einen Steinboden.

Mittelschwer verletzt wurde er ins Kinderspital des Kanton Zug gebracht. Wie ein Polizeisprecher gegenüber Blick.ch sagt, sind die Verletzungen des Jungen glücklicherweise nicht lebensbedrohlich.

Hinweise auf ein Verbrechen lägen keine vor. (sb)


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Flüchtlinge: Weltweiter Flüchtlingsrekord seit 70 Jahren

Berlin – Wegen der zahlreichen Krisen in Afrika und Nahost sind derzeit weltweit so viele Menschen auf der Flucht wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Der grosse Teil der 51 Millionen Flüchtlinge sucht laut Amnesty International innerhalb des eigenen Landes Schutz.

Etwa 18 Millionen Menschen hätten sich aufgemacht in ein anderes Land, erklärte die Generalsekretärin von Amnesty International Deutschland, Selmin Caliskan, am Mittwoch in Berlin. Angesichts dieser dramatischen Entwicklung müsse Europa endlich seine «Abschottungspolitik» beenden, forderte Caliskan.

Europa nehme in Kauf, Menschenrechte zu verraten und «das Mittelmeer zum Massengrab zu machen», sagte sie mit Blick auf die Schleuser-Boote, die im Mittelmeer gekentert waren. Auch die Strategie, durch die Zusammenarbeit mit Transit-Ländern wie Libyen eine «Pufferzone» rund um Europa zu errichten, sei grundlegend falsch.

Der Geschäftsführer von Pro Asyl, Günter Burkhardt, erklärte, das Dublin-Verfahren, wonach jeder Asylbewerber in Europa seinen Antrag in dem Land stellen muss, das er zuerst betreten hat, sei gescheitert.

Trotzdem beharrten Deutschland und einige andere EU-Staaten darauf, die Verantwortung für die Aufnahme von Flüchtlingen auf Grenzstaaten wie Italien und Griechenland abzuwälzen. «Europa muss das Sterben an seinen Grenzen beenden», forderte Burkhardt. (SDA)


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